Europäische Impfwoche: Gemeinsam Impflücken schließen
Jedes Jahr macht die Europäische Impfwoche (EIW) auf die Bedeutung von Schutzimpfungen aufmerksam. Für Sie bedeutet das vor allem: den eigenen Impfschutz im Blick zu behalten und sich vor vermeidbaren Krankheiten zu schützen.
Ins Leben gerufen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), verfolgt diese Initiative das Ziel, die Impfquoten in Europa zu verbessern. Besonders im Fokus steht dabei die Europäische Impfagenda 2030, die eine höhere Durchimpfung in allen Altersgruppen anstrebt.
Herausforderungen nach der Pandemie
Die COVID-19-Pandemie hat auch beim Thema Impfen Spuren hinterlassen. In Deutschland kam es zu Verzögerungen und Rückgängen bei Standardimpfungen.
Die Folge: Es sind Impflücken entstanden, die sich auf den individuellen Schutz und den Gemeinschaftsschutz auswirken können.
Impfquoten bei Kindern: Gut, aber mit Verbesserungsbedarf
Die Impfquoten bei Kindern sind weiterhin hoch. Allerdings werden viele Impfserien nicht rechtzeitig oder nicht vollständig abgeschlossen.
Ein positives Beispiel ist die Prophylaxe gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) im Säuglingsalter. Bereits mehr als die Hälfte der zwischen April und September 2024 geborenen Kinder konnte so in ihrer ersten RSV-Saison geschützt werden.
Bei der HPV-Impfung zeigt sich hingegen eine geringere Inanspruchnahme. Sie schützt vor verschiedenen Krebsarten, dennoch liegen die Impfquoten aktuell nur bei etwa 50 Prozent oder darunter.
Rückläufige Impfquoten bei älteren Menschen
Auch bei Menschen ab 60 Jahren ist ein Rückgang zu beobachten: Die COVID-19-Impfquote ist gesunken, ebenso die Influenza-Impfquote (Grippeschutz), die zuletzt den niedrigsten Stand seit 17 Jahren erreicht hat.
Gerade für ältere Menschen können diese Infektionen mit einem erhöhten Risiko für schwere Krankheitsverläufe verbunden sein.
Unser gemeinsames Ziel: Informiert entscheiden
Ein aktueller Impfschutz kann dazu beitragen, das Risiko für bestimmte Infektionskrankheiten zu verringern. Daher ist es sinnvoll, den eigenen Impfstatus regelmäßig zu überprüfen und empfohlene Impfungen wahrzunehmen.
Ihre aktivapotheke unterstützt Sie gerne dabei. Ob Fragen zu Ihrem Impfstatus oder zu empfohlenen Impfungen – sprechen Sie uns gerne an.
Quellen: Impfen.de, Epidemiologisches Bulletin 50/2025
Mit freundlichen Grüßen
Vanessa Kollmeier
Pharmareferentin für Impfstoffe


